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Die Idee zum Thema weiße Chilis entstand bereits letztes Jahr, doch dieses Jahr war verrückter, als jeder von uns erwartet hätte.

Wetter im Rückblick für

Wenn wir uns die Wetterdaten anschauen, die für meine Region gelten, dann erkennen wir, dass es immer wieder Nächte gab, mit Temperaturen weiter unter der 8 °C Marke. Dies zog sich bis zum heutigen 03.09.2022 durch die Aufzeichnungen. Zwar waren die nächtlichen Temperaturen im Sommer und während der Hitzewellen im Schnitt sehr warm, doch es gab auch Ausreißer die unter 10°C lagen.

Rückblick-Diagramm

Auch bei den Höchstwerte sieht es kaum weniger spannend aus. Denn auf kalte Nächte folgten meist sehr heiße Tagestemperaturen.

Rückblick-Diagramm
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Diese extremen Temperaturunterschiede sorgen dafür, dass die Pflanzen nicht mehr wissen, wie sie sich verhalten sollen. Denn eine Pflanze benötigt für die optimale Entwicklung die richtigen Wohlfühlbedingungen. Es ist wie bei bei uns, zu kalt ist nicht gut, zu heiß auch nicht.

Fallen die Temperaturen in kalte Bereiche zwischen 0-8°C stellen die meisten Pflanzen das Wachstum ein oder fahren es auf ein Mindestmaß herunter. Dieser Effekt wird im professionellen Gartenbau auch genutzt um Pflanzen bewusst im Wachstum zu hemmen. Der sogenannte Cool Morning Effekt sorgt dafür, dass das Längenwachstum der Internodien ausgebremst wird. Auf diese Art kann auf chemische Hemmstoffe verzichtet werden.

Steigen die Temperaturen auf ein für die Pflanzen kritisches Level, stellen sie zum Schutz vor Verdunstung ebenfalls das Wachstum ein. Als Vergleich können wir problemlos diese Temperaturen auf uns übertragen. Im Winter wenn es kalt ist sind wir eher unmotiviert etwas in der Kälte machen. Anders als Pflanzen können wir uns entsprechend anziehen oder die Heizung einschalten. Steigen die Temperaturen im Sommer ziehen wir den Schatten, eine kalte Dusche, ein Bad im Meer, eine Klimaanlage oder andere Methoden vor uns besser zu fühlen. Diesen Luxus haben Pflanzen nicht, sie müssen aktiv dafür sorgen, dass sie diese heißen Phasen überstehen. Sie schränken das Wachstum und die Entwicklung so ein, dass sie die heißen Tageszeiten überstehen.

Klar ist, dass an heißen Tagen die Pflanzen gut gegossen werden müssen, damit sie nicht austrocknen. Doch unter normalen Bedingungen wird die ausgebrachte Wassermenge die Pflanze bis zum Abend hin versorgt haben. Fallen dann jedoch die Temperaturen kann es passieren, dass die Wassermenge für den heißen Tag zwar in Ordnung war, für die Nacht aber viel zu viel übrig geblieben ist, so dass die Pflanze zu nass steht. Die Folgen sind hierbei klar, denn Wurzeln die zu nass und zu kühl stehen nehmen unweigerlich schaden. Das passiert vor Allem mit den empfindlichen Wurzelhärchen, die in erster Linie für die Wasser und Nährstoffaufnahme verantwortlich sind. Sterben diese ab, kann sich die Pflanze nur noch sehr schlecht selbst versorgen.

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