Granatapfelbaum gießen: Richtige Bewässerung ganzjährig
Granatapfelbaum gießen will gelernt sein – denn die richtige Bewässerung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg bei der Kultur dieser exotischen Frucht. Viele Hobbygärtner machen den Fehler, ihren Granatapfelbaum im Winter völlig trocken zu halten, wodurch die ersehnte Blüte ausbleibt. Dabei ist gerade die angepasste Wassergabe in der kalten Jahreszeit der Schlüssel für eine reiche Blütenpracht im Frühjahr. Mit der richtigen Gießtechnik und dem passenden Rhythmus entwickelt sich Ihr Granatapfelbaum zu einer prächtigen Kübelpflanze, die Sie Jahr für Jahr mit ihren leuchtenden Blüten und aromatischen Früchten belohnt.
Für die erfolgreiche Kultur eines Granatapfelbaums ist es entscheidend, dass die Pflanze regelmäßig und zu jeder Jahreszeit entsprechend gegossen wird.
Dabei muss berücksichtig werden, dass Granatapfelbäume, je nach Sorte einen geschützten Standort zum Überwintern benötigen. Denn während viele Pflanzen im Winter eine Ruhephase einlegen, ist es für den Granatapfel entscheidend, wie er überwintert wird. Granatapfelbäume können Trockenphasen und eine trockene Überwinterung problemlos entstehen. Nur ohne entsprechende Wasserversorgung im Winter, wird eine Blüte sehr sicher ausbleiben. Bisher hatte beim Thema Blüte den Schwerpunkt auf das Düngen gelegt, was sicher nicht falsch ist. Aber in Anbetracht der hiesigen Überwinterungsmethode nicht alles ist.
Wie bei den Feigenbäumen, die problemlos trocken „eingelagert“ werden können, ist es beim Granatapfelbaum wichtig, dass dieser auch im Winter gegossen wird. Dabei will ich gar nicht durchgängig über die gesamte kalte Phase sprechen, denn dass würde voraussetzen, dass die Pflanzen hell stehen und damit verbunden warm, sondern zeitnah im Frühjahr zu beginnen.
Der Hintergrund dieser Überlegung stammt von der Tatsache, dass ich inzwischen schon seit Jahren, alle Pflanzen so früh wie möglich rausstelle, statt sie ununterbrochen indoor zu überwintern. Das ist zwar mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, gerade große Pflanzen machen es hier nicht einfach. Aber es lohnt sich.
Denn in den Jahren davor, als die Pflanzen mehr oder weniger bis nach den letzten Frösten drin standen, hat sich an den Granatapfelbäumen wenig getan.
Wichtig ist, dass man die Pflanzen beobachtet. Es ist sehr einfach zu erkennen, wenn die Pflanze aktiver wird. Die ruhenden Knospen an den Trieben, sind dann deutlich als grüne Punkte zu erkennen. Spätestens dann muss die Pflanze gut mit Wasser versorgt werden. Aufpassen muss man in der kalten Jahreszeit allerdings mit der Wasser Menge. Erfahrungsgemäß durchwurzeln die Pflanzen den Topf sehr schnell, bedeutet die Wassermenge, welche zu Beginn als ausreichend erscheint, kann durchaus den unteren Wurzelbereich noch nicht erreicht haben. Inzwischen nutze ich Untersetzer, die im Sommer für mehr Feuchtigkeit sorgen.
Auch wenn Granatapfelbäume Trockenphase problemlos überstehen, ist eine gute Wasserversorgung erst recht im Winter, das notwendige Mittel für eine erfolgreiche Blüte.
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