Das UFO blüht – und mein Granatapfel explodiert regelrecht
Terrassen-Update: Blüten, Fruchtansätze und Ableger
Servus! Ich nehme dich mit auf mein aktuelles Update von der Terrasse. Direkt am Start steht eine flache Schale mit meiner „flotten Schnecke“ – darin habe ich zwei UFO‑Pflanzen eingepflanzt. Und was soll ich sagen: Ich habe sie endlich blühen sehen. Vor zwei Tagen stand ich plötzlich davor und dachte: Was ist das denn? Es war eine Blüte. Für mich ein schönes Zeichen, dass der Standort passt und die Pflanze sich hier sehr gut erholt hat.
Pitahaya-Ableger in Colomi: Versuch zur Bewurzelung
Die Pitahaya (Drachenfrucht) entwickelt sich ebenfalls gut und treibt extrem viele Seitentriebe. Da dachte ich, ich nehme ein paar Ableger und stecke sie in Colomi‑Substrat, in der Hoffnung, dass sie dort schnell bewurzeln. Das ist bei mir eher ein Versuch: Colomi ist sehr locker, und sollte ein Trieb tatsächlich gut anwurzeln, kann ich ihn problemlos in einen normalen Topf setzen.
Kurz und knapp: Wenn du Pitahaya-Ableger machen willst, such dir lockeres, luftiges Substrat und gib ihnen Zeit zum Bewurzeln. Bei Sturm können Teile abbrechen – das ist normal, solche abgefallenen Triebe kannst du ebenfalls versuchen anzuwurzeln.
Gießen beeinflusst, wie viele Früchte übrig bleiben
Ein Thema, das sich wie ein roter Faden zieht: Gießen. Viele meiner Zitruspflanzen und auch der Granatapfel haben zahlreiche Fruchtansätze. Ich habe festgestellt: je weniger gegossen wird, desto mehr Fruchtansätze werden abgeworfen. Das heißt für dich und mich: konstant Feuchtigkeit halten, aber Staunässe vermeiden. Regelmäßiges Nachgießen in der Vegetationszeit sichert die Fruchtbildung.
Praktischer Tipp:
- Gieße regelmäßig und kontrolliere das Substrat lieber mit dem Finger als nach einem festen Zeitplan. Ist es trocken im Topf, gießen.
- Bei starkem Fruchtansatz auf ausreichende Wasserversorgung achten, sonst verliert die Pflanze viele Früchte.
Mein Granatapfel: ein regelrechter Blütenstrauß
Mein Highlight aktuell ist der Granatapfel: er hat so viele Blütenknospen angesetzt, dass es schon fast wie ein Blütenstrauß aussieht. Wenn er in zwei bis drei Tagen voll aufblüht, wird das spektakulär. Wichtig ist jetzt nur, dass die Pflanze regelmäßig Wasser bekommt, damit sich die Knospen weiter entwickeln und später Früchte ausreifen können.
Kleinere Enttäuschungen gibt es aber auch: Bei einem gelb blühenden Granatapfel habe ich trotz dicker Knospen bisher keine offene Blüte entdeckt – vermutlich lag das an der Trockenheit zwischendurch, sodass einige Knospen abgeworfen wurden.
Zitruspflanzen: Fruchtansätze und Sortenüberlegungen
Bei meinen Zitrusgewächsen läuft vieles gut: alte Früchte wachsen weiter, neue Blüten wurden bestäubt, und es sind viele Fruchtansätze zu sehen. Beispiel Oroblanco: die Früchte werden riesig, deshalb wird die Pflanze einige Ansätze wieder abwerfen müssen, sonst könnte sie sich überlasten. Du solltest also gelegentlich Früchte reduzieren, damit die restlichen gut ausreifen können.
Und ein Hinweis zur Reife: Manche Zitrusfrüchte bleiben grün, obwohl sie reif sind – also nicht nur auf Farbe achten.
Exoten: Ananasguave, Kiwi, Papaya
- Ananasguave: Darüber habe ich mich am meisten gefreut – hier sind viele dicke Knospen und sogar eine offene Blüte. Die Sorte Coolidge ist laut meinen Beobachtungen sehr kälteresistent und sollte sich in Deutschland gut auspflanzen lassen.
- Kiwi: Leider macht meine Kiwi kaum Blüten, sie wächst nur. Vielleicht kommt noch was, momentan treibt sie aber nur neues Blattwerk.
- Eichenblättrige Papaya: Die ist riesig und zeigt viele Blütenansätze. Ich denke darüber nach, sie in einen größeren Topf umzusetzen (doppelte Topfgröße), damit sie noch kräftiger wachsen und eventuell Früchte liefern kann.
Aussaat, Pikieren und Jungpflanzen
Beim Eukalyptus habe ich einige Pflanzen pikiert; einige zeigten Stress durch Trockenheit (eingetrocknete Blattspitzen). Nach dem Wässern sollten sie sich erholen und bald robuster sein. Bei manchen Samenarten (z. B. Pleurocarpa) sehen die Keimzahlen unterschiedlich aus — Geduld ist hier wichtig. Achtung: manche Arten bilden lange Wurzeln, das kann beim Pikieren und Umtopfen tricky werden.
Ernte & Trocknen: Maulbeeren und Chilis
Ich habe Maulbeeren ohne Ende und teste gerade das Trocknen an der Luft draußen. Selbst getrocknete Maulbeeren schmecken mir deutlich besser als gekaufte — ob sich das trocknen energetisch bzw. wirtschaftlich rechnet, muss jeder für sich entscheiden. Die Chilis sind gut angewachsen; dazu mache ich ein separates Video.
Fazit & meine wichtigsten Pflegetipps
- Standort stimmt: die UFO‑Pflanze ist der beste Beweis.
- Gießen entscheidet oft über Fruchtansatz und Ernte: regelmäßig, nicht zu knapp.
- Colomi ist super für das Anzünden von Pitahaya‑Ablegern: locker, gut belüftet.
- Bei starken Fruchtansätzen lieber ausdünnen, damit die Pflanze nicht überfordert wird.
- Pikieren und bei stressgeplanten Sämlingen nach dem Gießen schauen, damit sie sich erholen.
Das war mein Rundgang über die Terrasse mit dem blühenden UFO, dem verrückten Granatapfel, der Ananasguave und der eichenblättrigen Papaya. Wenn du Fragen zu einer konkreten Pflanze hast, schreib mir gern – ich teile gern meine Erfahrungen. Bis zum nächsten Update!
